Belastungs-Milliarde statt PatientInnen-Milliarde.

Durch die „Struktur- und Verwaltungsreform“ verkündete die Regierung eine Einsparung von 1 Milliarde Euro bei den Krankenkassen bis 2023. Erreicht werden soll dies vor allem durch eine Reduzierung der Funktionärsposten und die nicht-Nachbesetzung von Stellen in der Verwaltung. Die Ausgaben für FunktionärInnen, Obleute und DirektorInnen betrugen inklusive der Fahrtkosten 2017 aber nur 5,3 Millionen Euro. Für Experten sind die Ankündigen der Regierung schon lange nichts anderes als „Zahlenmystik“.

Jetzt wurde von Sozialversicherungsexperten eine erste rechnerische Bewertung des Regierungsvorhabens vorgelegt. Statt einer Milliarde Einsparungen drohen sogar eine Milliarde Euro an Mehrbelastungen, verursacht hauptsächlich durch die Kürzung der Unternehmerbeiträge der AUVA (mehrere 100 Millionen Euro). Ebenso fast 500 Millionen, die durch die Fusionierung der verschiedenen Krankenkassen entstehen könnten (Hier wurden auf bisherige Erfahrungen von Fusionen zurückgegriffen) und über 50 Millionen die an Private Krankenanstalten verteilt werden. Alles in Allem, kommt es zu einer Umverteilung an Unternehmen und Private Krankenanstalten. Das geht alles auf die Kosten der Versicherten und des Personals durch zukünftige Schließungen, Leistungsminderungen und Selbstbeiträge.

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