Bettenpolitik

Jede Pflegekraft lernt früh in der Ausbildung, dass jeder Tag im Krankenhaus für den Patienten mit Risiken wie Pneumonie und Thrombose und im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt mit einer Verringerung der Leistungsfähigkeit zu Hause verbunden ist. Gerade ältere Leute sind besonders stark betroffen. Dennoch werden Patienten häufig ein paar Tage zusätzlich zur „Überwachung“ dabehalten, mit dem Ziel, die Auslastung der Station künstlich hoch zu halten. Die unnötige Belastung der Patienten und der Aufwand für das Personal ist dabei egal, solange ein paar zusätzliche Profite erzielt werden können. Ursächlich dabei sind die Fallpauschalen, diese setzen den falschen Anreiz. Falls ein Patient seine maximale Liegedauer gemäß LKF noch nicht erreicht hat, ist es sehr lukrativ ihn noch stationär zu belassen. Auch ist ein belegtes Bett stets lukrativer als ein leeres. Ein solidarisch ausfinanziertes Gesundheitssystem würde es erlauben Patienten genau so lange dazubehalten wie es für ihre Gesundheit am besten ist und würde für eine effektivere Nutzung des Personals sorgen, da ein solches sich um die Menschen kümmern kann die wirklich krank sind.

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